R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 14.08.2019 19:30

Wieder nur Kleinigkeiten:
Heute habe ich mich um die Tankentlüftung gekümmert. Der Entlüftungsschlauch wird durch zwei Ringösen geführt.
Am Ende des Schlauches habe ich dann eine hohl gebohrte Schraube mit einer Beilegscheibe eingedreht, damit man beim Tanken den Tankdeckel nicht vergessen und er am Motorrad hängen bleiben kann.
Die nächste Arbeit war das Überholen der Vergaser. Bevor ich neue O-Ringe und neue Dichtungen verbaut habe, ist mir die Idee gekommen, dass ich die Vergaser auf 28mm aufspindeln könnte. Mehr macht bei den kleinen Ventilen keinen Sinn. :mad:
Ich will die R45 Nockenwelle eingebaut lassen und den Hubraum auf 853cm³ erhöhen. (Aber selber machen!).
Siebenrock gibt bei seinem Power Kit 860ccm folgende Daten für die R45 an: maximales Drehmoment von 80 Nm bereits bei 2240 U/min
Ich denke, dass ich mit den aufgebohrten Vergasern die 40 PS erreichen werde und dann noch 80Nm bei 2240 U/min.
Mit so einem Drehmoment bei so geringer Drehzahl kann vermutlich gut Ackern! :D
Dann Dichtungen O-Ringe getauscht, alles gereinigt, 118er Hauptdüsen verbaut und die ganze Chose wieder an´s Motorrad gebaut.

Ach wenn doch nur die verlängerte Kardanwelle da wäre...... :(
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Matthias

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 17.08.2019 17:40

Reine Verzweiflungstaten.....
.....weil diese blöde Kardanwelle nicht fertig wird.

Also habe ich mehrere Batterietrenner für meine zugelassenen Mopeds gebaut.
Bei den Kollegen im 2-Ventiler Forum wird daraus ein richtiger Akt gemacht.
Ich habe mir die Kontaktstifte aus einer alten CEE Steckdose und Stecker etwas modifiziert. Die Buchse musste auf eine Messingplatte (Eigentlich Plättchen) geschraubt und verlötet werden. Das Plättchen wird dann an die Batterie geschraubt. Den Steckerstift habe ich auf der Drehmaschine etwas gekürzt.
Dieser wird dann an die Masseleitung zum Getriebe angeschlossen.
Im Fehlerfall zieht man beherzt an dieser Masseleitung und die Verbindung ist getrennt.

Jetzt werden wieder Einige aufschreien: Das sind nur 32A Kontakte! Keine Arretierung!

Diese Kontakte vertragen ein Vielfaches des angegebenen Stroms. Jedenfalls erwärmen sie sich nicht einmal beim längeren Orgeln Am Bosch Anlasser.
Außerdem könnte ich mich amüsieren, wenn ich an die Anschlüsse der "John Long Silver"- oder LiFePO-Batterien denke. :)
Auf eine Arretierung habe ich verzichtet, weil es im Notfall schnell gehen muß. Die Buchse ist mit einem Federstahl umspannt.
Wie gesagt: Man muß beherzt ziehen - von selbst löst sie sich nicht.

Ja und dann habe ich noch die Entlüftung des HAG´s verändert.

Schaut Interessant aus, aber brauchen tu ich das nicht wirklich. ;-)

Wenn nur die Kardanwelle käme......
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 24.08.2019 19:03

Ja, die Kardanwelle ist immer noch nicht da....

Wieder das gemacht, was ich eigentlich erst im Winter beim Motorumbau machen wollte. Was soll´s - getan ist getan.
Ich habe vier 2-Ventiler. Ich könnte mich aufregen wenn ich an die Bastelei der Ventildeckelbefestigung denke. Schon damals war BMW ein HighTech Betrieb. Warum ist denen nicht eine sinnvolle Befestigung der Ventildeckel eingefallen. Jedenfalls habe ich nicht die Nerven und die Zeit mir Beilegscheiben und Mütterchen zwischen die Kühlrippen zu pfriemeln. Da setze ich lieber mal 1,5 Std. in den Sand um dann später entspannt Ventile einzustellen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich jedesmal 15 Min. und viele Nerven spare wenn ich die Deckel von außen festschrauben kann.
Da ich jedes Jahr Ventile einstelle, hab ich das in 6 Jahren heraußen, ohne die gesparten Nerven mit einzubeziehen.
Jedenfalls haben jetzt alle 2-Ventiler von außen verschraubte Ventildeckel. :-D

Ich habe Angst, dass ich, wenn die Kardanwelle nicht bald kommt, Brutus zum Chopper umbaue ...... :eek:
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von FrankR80GS » 25.08.2019 08:40

MAWO hat geschrieben:
17.08.2019 17:40
.... Jetzt werden wieder Einige aufschreien: Das sind nur 32A Kontakte! ...Diese Kontakte vertragen ein Vielfaches des angegebenen Stroms. ....
Solange der Querschnitt der Kontakte größer als der des angeschlossenen Kabels ist, darf man wohl davon ausgehen. Sieht jedenfalls sehr massiv aus.

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 25.08.2019 14:46

Der Notfall-Batterietrenner hat sich mittlerweile bewährt.
Auf Schotterpisten, Feldwegen und Strassen hat sich nichts gelockert (das war meine Angst).
Die Stromübertragung ist ohne meßbaren Widerstand.
Die Kontaktstelle erwärmt sich auch nach längeren Orgeln mit dem Anlasser nicht.
Kurz:
Ganz einfach, sehr günstig und funktioniert.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 29.08.2019 07:02

Nix Neues, die Kardanwelle ist noch immer nicht da.....

...aber wenigstens habe ich gestern einen R65 Seitenständer bekommen.
Nach den Auspacken habe ich gleich mit dem Abtrennen der Aufstandsfläche begonnen.
Den Stumpf des Seitenständers habe ich im halbe Durchmesser 2cm lang aufgeschnitten.
Bei dem einzusetzenden Verlängerungsstück habe ich das genau so gemacht.
So konnte ich eine stabile Verbindung mit Hilfe des Schweißgerätes erreichen.
Dann habe ich nur noch die Aufstandfläche (Fußplatte) angeschweißt.
Verschleifen, Reinigen, Lackieren mit Felgensilber - fertig ist der um ca. 10 cm verlängerte Seitenständer. :)
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 08.09.2019 15:16

:wink_ab:
Da die verlängerte Kardanwelle wieder nicht gekommen ist, habe ich Fangseile für die Schwimmerkammer angefertigt.
Im normalen Betrieb sind sie unnötig, aber beim unkontrollierten zurücksetzten des Fußes, kann es aber passieren, dass die Haltefeder des Schwimmergehäuses geöffnet wird. Merken tut man das sofort, nur wenn man selbst, oder ein nachfolgender Fahrer drüberfährt, hat man ein Problem.
Mir ist es in 25 Jahren mit den 2-Ventilern einmal passiert. Fangseile machen nicht viel Arbeit, deshalb habe ich diese einfach mal gemacht.

Material:
2 St. Bowdenzugreste mit 12cm Länge
2 St. Quetschkabelschuhe mit Ringöse
2 St. Lötnippel für Gaszug (die Kleinen)
2 St. M4 Inbusschrauben
etwas Lötzinn (damit es auch sicher hält)

Werkzeug:
Seitenschneider
M4 Gewindebohrer
Lötpistole
Quetschzange
Bohrmaschine mit 2mm Böhrer
Kleiner Hammer mit 1,5mm Dorn (Nagel, alter Bohrer oder so) zum Austreiben des Blinddeckels im Schwimmergehäuse.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von FrankR80GS » 08.09.2019 16:37

MAWO hat geschrieben:
29.08.2019 07:02
.....Dann habe ich nur noch die Aufstandfläche (Fußplatte) angeschweißt. Verschleifen, Reinigen, Lackieren mit Felgensilber - fertig ist der um ca. 10 cm verlängerte Seitenständer. :)
Saubere Arbeit, sieht gut aus. Der Hauptständer ist schon angepasst? Der müsste ja zusätzlich zur geänderten Höhe auch den längeren Negativfederweg kompensieren ...

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 15.09.2019 08:17

Die Welle Ist da!!! :)

Ja dann hab ich das Dingens mal gleich eingebaut.

Nach einer Probefahrt mit (fast) allen Untergründen, komme ich zu folgendem Resume:

Das Moped ist leicht und wendig und fühlt sich dadurch etwas kippelig an. Die Stollenreifen fahren sich wie Zahnräder. Auf dem Asphalt sind sie nix gescheites, aber auf Schotter und losem Untergrund - nicht schlecht!

Das Motorrad ist ein Schaf im Wolfspelz - ich hoffe ich verletze keinen R45N Fahrer: Das geht gar nicht, kein Druck dahinter!

Da muß ich unbedingt dran.

Auf dem Tacho stehen jetzt 73km. Nix tropft, alles funktioniert. 8) :top:

Naja dann geht´s im Winter an den Motor.

Die eine Welle ist original Monolever, also schon länger wie bei den kleinen Boxern.

Die andere habe ich von SWT verlängern lassen und die ist nun eingebaut.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von Rote Rita » 15.09.2019 22:45

Glückwunsch Matthias!

Schade, dass du damit nicht zum TüV gehst.

Gruß Rainer
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