Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Alles rund um die Technik an den Modellen R45 und R65

Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 08.09.2017 20:42

Liebe Freunde,
mein Boxerfreund Helmut hat an seiner R65 folgendes Problem. Die Maschine ist kalt; anlassen, fahren - nach 10 Minuten geht die Ladekontrolleuchte an. Wir haben, die Lichtmaschine gewechselt, den Rotor, die Diodenplatte, den Regler getauscht. Die Elektroleitungen von die Lima zu Regler überbrückt. Das kleine 1,2 W Lämpchen haben wir gegen 2,3 W ausgetauscht. Den Drehzahlmesser haben wir auch probeweise getauscht.
Nichts zu wollen. Unsere Künste sind am Ende.
Hat jemand einen Tipp?
Viele Grüße
Eberhard
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Rote Rita » 08.09.2017 22:11

Hallo Eberhard,
da hast du ja schon ne Menge unternommen. Im wiki ist unter Fehlersuche/Fehlersuche in der Elektrik eine detaillierte Beschreibung wie man suchen muss. Kannst du messen? Dann miss mal bei abgezogenem DF-Kabel den Widerstand zwischen DF und D-. Der sollte nicht über 8Ohm liegen. Oder du wechselst auf Verdacht die Kohlen. Achte darauf, dass die Federchen ordentlich drücken. Wenn es kein original kleiner Boxer ist, kommt auch das Massekabel an der Diodenplatte in Betracht.
Nicht aufgeben, lieber messen! :D Berichte weiter.

Gruß Rainer
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Redskin » 09.09.2017 07:38

Hallo Eberhard,

Nachdem schon viel Zeit und Arbeit im Kupfrgewürm versickert ist, würde ich die Lima-Regelung von Silent Hektik ins Gespräch bringen wollen.
Aber erst dann, wenn die Kohlen definitiv ausgeschlossen sind.
Das Fehlerbild weist auf Temperaturabhängigkeiten hin. Könnte also sein, dass eine der Komponenten bei Temperatur aussteigt. Kabelage und Glühlampe eher nicht, Rotor, Kohlen, Diodenplatte aber schon.
Grüße

Dirk
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 09.09.2017 09:55

Hallo Dirk und Rainer,
danke für euer Mitgefühl. Das ist wirklich der blanke Horror. Ich habe SH drin. Da ist alles leer vorn. Ich habe das jetzt auch Helmut empfohlen. Messen können wir. Wir haben 3 Messgeräte, davon ein sehr gutes. LM hat Durchgang, Rotor 3,9 Ohm, Batteriespannung ca. 12,5 V, In den ersten 10 Minuten 14,32 V Ladespannung. Rotor magnetisiert. Also was noch?
Ich vergleiche mal mit Wiki. Wenn das ein thermischer Fehler ist, bleibt wahrscheinlich bloss der Totalabriss und SH rein.
Viele Grüße
Eberhard
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon FrankR80GS » 09.09.2017 10:45

Wenn es thermischer Fehler ist, muss er eben bei warmem Motor gefunden werden. Warm fahren, nochmal durchmessen. Ich hatte einen Rotor, der im Stillstand warm gut aussah. Im Betrieb hatte er einen Wackelkontakt, was die LKL flackern ließ. Kalt war er ganz klar durch - ich hätte nur abwarten müssen. :oops:

Planlose Teiletauscherei ist Sache von Werkstätten und kostet am Ende immer mehr als ehrliche Fehlersuche. Wenn's ganz dumm läuft wird der Frust noch größer weil viel Geld versenkt wurde.

/Frank
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Immer dran denken:
Hätten Hummeln Aerodynamik studiert, könnten sie nicht fliegen.
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 09.09.2017 10:58

Hallo Frank,
du hast recht. Obwohl ein neuer Rotor drin ist, werden wir noch mal einen anderen reinsetzen und zwar, wie du sagst, wenn alles heiß ist. Also, wenn man sich die Rotoren anschaut, da gibt es hinsichtlich des Vergusses große Unterschiede. Dort, wo ich den gekauft habe und auf die "Chinamerkmale" hingewiesen habe, wurde die Qualität nicht in Frage gestellt. Heute kommt ein weiterer gebrauchter. Den ersten, den ich erhielt war schon vor dem Auspacken defekt.
Da kann das Mittagessen schon mal nicht so recht schmecken. So ein Mist.
Gruß
Eberhard
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Rote Rita » 10.09.2017 09:13

Hallo Eberhard,
nicht so schnell aufgeben! Silent Hektik ist eine teure Lösung, der Fehler ist auf jeden Fall auffindbar.
Zu deinen Messungen: 14,2 V sind doch gut! Leuchtet die Ladekontrolllampe da auch schon? Oder geht die erst an, wenn die Spannung niedrig ist? Der Rotor kann zumindest keine Unterbrechung haben, da dann die Ladekontrolle auch nicht leuchten kann. Miss einfach mal bei kaltem und warmem Motor. Was genau hast du denn schon von Silent Hektik eingebaut? Vielleicht probierst du erst mal mit den Original-Teilen (wenn du sie noch hast).

Edit: hast du den Kombiregler von SH? Dann miss mal bei erhöhter Leerlaufdrehzahl (ca. 1500 UPM) die Gleichspannung von DF nach D- und die Wechselspannung zwischen den drei Phasen des Stators. Bei einwandfreiem Betrieb sollten die Spannungen ca. 12V= und 10V ~ sein. Wie sind die Spannungen bei leuchtender Ladekontrolle? Beide nieder? Dann leg über eine Glühlampe als Vorwiederstand (55W) die 12V Batteriespannung an DF. Sind die Spannungen wieder da? Dann ist es der SH-Regler den man vermutlich nicht öffnen kann. Vorsicht beim Hantieren mit den Kabeln. Es kann funken!
Viel Glück wünscht Rainer
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 10.09.2017 17:59

Lieber Rainer,
in meiner R65 sind die Zündung und die Gleichrichtung von SH seit 7 Jahren drin und arbeiten perfekt. Dadurch habe ich für Helmut`s Maschine jede Menge Zeug von mir. Also mein Zeug ist Gott sei Dank OK.
Zu Helmut; die Ladekontrollleuchte brennt. Wir treten an oder starten - Ladekontrolleuchte aus. Ladestrom 14,23 V. Dann springt Helmut auf die Maschine und nach 10 Minuten ist die Ladekontrolleuchte an und wir messen auch nur die Batteriespannung, wenn die Maschine läuft. Dh. der Ladestrom fällt aus. Da muss man auch noch aufpassen, dass einem das Gesicht nicht rausfällt, so ist dann die Spannung zwischen zwei Bastlern. Wir werden noch mal den Rotor austauschen. Es kann ja sein, dass dieser auch im warmen Zustand aussteigt. Und wir den Fehler zwei mal haben. Wenn du dir die neuen für unter 50 € anschaust, dann schaut da wenig Vertrauen aus den Windungen. Gestern kam einer aus Berlin, noch sehr gut erhalten und von der besseren Sorte. 3,9 Ohm. Wir lassen nicht locker. Irgendwann werden wir euch berichten können, wie es gelaufen ist.
Viele Grüße
Eberhard
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Rote Rita » 10.09.2017 19:53

Hallo Eberhard,
wenn der Rotor ne Unterbrechung hat, kann die Ladekontrolle nicht leuchten! Messt den Widerstand der Kohlen. Zwischen Kabelschuh und Kollektor des Rotors. Die anderen Messungen der Wechselspannung macht mal trotzdem und berichtet weiter.
Zu den Nachbau-Rotoren: Mit denen von Simon-Auto war ich bisher sehr zufrieden! 50 Euro.

Nicht aufgeben! Rainer
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 11.09.2017 09:57

Hallo Rainer,
wir lassen nicht locker. Wir hatten schon alles raus, na ja, die Kurbelwelle blieb drin. Ich war selber bei Auto-Simon in Niederkassel. Freundliche und flotte Bedienung. Die Preise sind ja ein Traum, wenn du das mit den Ebay-Angeboten vergleichst.
Wir bleiben dran!
Gruß
Eberhard
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon R65_dieter » 14.09.2017 09:00

Hallo

vor ein paar Wochen war mal die Umfrage wozu man den kleinen VDO Voltmeter in der S-Verkleidung, oder als anbauinstrument im Eierbecher,brauchen kann.

Hier ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Antwort auf diese Frage zu finden.

Die D+ Lampe ist die eine Anzeige, Go-Nogo. mehr kann die nicht. Zeigt also an ob der Drehstromgenerator mit B6 Gleichrichter mehr spannungspotential liefert als die angeschlossene Motorradbatterie.

Der Voltmeter (auch wenn er nicht genau ist, kann mehr) Sollten beim Gasgeben hier an der Anzeige etwa 13,5 bis 14 V erscheinen, anstelle 11V beim starten und 12V wenn der Motor nicht gestartet ist aber das Zündschloss auf Energieversorgung geschaltet ist , dann ist der Generator funktkionstüchtig! Die spannungsprüfung sollte mit Licht und Ohne Licht auf fast gleiche Werte kommen, dann funktkioniert der Regler.

Wie sieht das bei euch aus?

Parallel dazu kann man auch einen zweiten Voltmeter direkt über die Batterie klemmen zum prüfen. was zeigt dieser an?

In Volt, eine Stelle nach dem Komma reicht ;-)

Wenn da nur 12V ankommen und sich nichts bewegt geht's an die Lichtmaschine.

Der Rotor ist Von DF nach FahrzeugMasse geschaltet, Was fällt da an Gleichspannung am Anschluss DF zur masse ab.
Gut heisst, Spannungen zwischen 9V und 13V sind da normal, wenn da nur 1,5 V oder weniger abfallen ist der Regler defekt.

Dann wird auch kein Drehstrom erzeugt. Man kann sich dann behelfen und D+ und DF zusammenzuschalten (Vorsicht die 3 stück D+ Dioden, die für die Potentialausgleichslampe zuständig sind, transportieren ungern viel Strom. sind meist 1N5401 und halten so 2-3 A Dauerstrom!!!)
bei 3,3Ohm Wicklungswiderstand des Rotors und 12V betriebsspannung sind das aber ~3,7A. Wenn da aber die D+ Lampe ausgeht, dann ist der Regler defekt.

Im falle eines korrekten spannungsabfalls im Betrieb bei so 11-13V am Rotor, kann man noch schauen ob die Wicklungen am Drehstromgenerator auch die korrekte induzierte Wechselspannung Spannung haben.

Hier ein bild vom Drehstromgenerator mit B6 Diodenbrücke

http://www.energie.ch/gleichrichter

auch gleich zum rechen.

Der Generator macht ein DRehstromfeld mit 120° phasenversatz im Dreieck, also Ud = Us * SQRT(3) Damit habt ihr den Scheitelwert oder maximalen Gleichspannungswert den der Generator liefert.

So ein Generator würfelt im Belasteten Zustand (ohne Batterie angeschlossen würde ich den Generator nicht messen, besser mit lastwiderstand (h4 lampe von B+ zur masse)

Hier sollten je 3 Spannungen, also von U-V = ~8,7V und von V-W und auch von W-U angezeigt werden. Wechselspanung!!! Messinstrument auf AC - V umschalten.

Die Ohmschen Prüfungen habt ihr alle gemacht, anker hat 3,3Ohm durchgang und Undendlich Widerstand zum Rotationskörper?

Dann der Stator, 0,6 Ohm pro Wicklung von u-v und die anderen? Isolatation zum Statorblech auch unendlich?

für diese generatormesserei nimmt man sich am besten 2 oder 3 multimeter dann hat man alles auf einen blick.

sollte das alles in Ordnung sein was ich da gelistet hab und die d+ lampe geht immer noch nicht aus, dann hat sie irgendwo einen masseschluss im kabel.

mehr fällt mir so per internetdiagnose auch nicht ein.

gruss

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(kuh betsy)R100GS - und wenn die nicht laufen will heisst sie Elisabeth!!!

Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon R65_dieter » 14.09.2017 09:00

Hallo

vor ein paar Wochen war mal die Umfrage wozu man den kleinen VDO Voltmeter in der S-Verkleidung, oder als anbauinstrument im Eierbecher,brauchen kann.

Hier ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Antwort auf diese Frage zu finden.

Die D+ Lampe ist die eine Anzeige, Go-Nogo. mehr kann die nicht. Zeigt also an ob der Drehstromgenerator mit B6 Gleichrichter mehr spannungspotential liefert als die angeschlossene Motorradbatterie.

Der Voltmeter (auch wenn er nicht genau ist, kann mehr) Sollten beim Gasgeben hier an der Anzeige etwa 13,5 bis 14 V erscheinen, anstelle 11V beim starten und 12V wenn der Motor nicht gestartet ist aber das Zündschloss auf Energieversorgung geschaltet ist , dann ist der Generator funktkionstüchtig! Die spannungsprüfung sollte mit Licht und Ohne Licht auf fast gleiche Werte kommen, dann funktkioniert der Regler.

Wie sieht das bei euch aus?

Parallel dazu kann man auch einen zweiten Voltmeter direkt über die Batterie klemmen zum prüfen. was zeigt dieser an?

In Volt, eine Stelle nach dem Komma reicht ;-)

Wenn da nur 12V ankommen und sich nichts bewegt geht's an die Lichtmaschine.

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Gut heisst, Spannungen zwischen 9V und 13V sind da normal, wenn da nur 1,5 V oder weniger abfallen ist der Regler defekt.

Dann wird auch kein Drehstrom erzeugt. Man kann sich dann behelfen und D+ und DF zusammenzuschalten (Vorsicht die 3 stück D+ Dioden, die für die Potentialausgleichslampe zuständig sind, transportieren ungern viel Strom. sind meist 1N5401 und halten so 2-3 A Dauerstrom!!!)
bei 3,3Ohm Wicklungswiderstand des Rotors und 12V betriebsspannung sind das aber ~3,7A. Wenn da aber die D+ Lampe ausgeht, dann ist der Regler defekt.

Im falle eines korrekten spannungsabfalls im Betrieb bei so 11-13V am Rotor, kann man noch schauen ob die Wicklungen am Drehstromgenerator auch die korrekte induzierte Wechselspannung Spannung haben.

Hier ein bild vom Drehstromgenerator mit B6 Diodenbrücke

http://www.energie.ch/gleichrichter

auch gleich zum rechen.

Der Generator macht ein DRehstromfeld mit 120° phasenversatz im Dreieck, also Ud = Us * SQRT(3) Damit habt ihr den Scheitelwert oder maximalen Gleichspannungswert den der Generator liefert.

So ein Generator würfelt im Belasteten Zustand (ohne Batterie angeschlossen würde ich den Generator nicht messen, besser mit lastwiderstand (h4 lampe von B+ zur masse)

Hier sollten je 3 Spannungen, also von U-V = ~8,7V und von V-W und auch von W-U angezeigt werden. Wechselspanung!!! Messinstrument auf AC - V umschalten.

Die Ohmschen Prüfungen habt ihr alle gemacht, anker hat 3,3Ohm durchgang und Undendlich Widerstand zum Rotationskörper?

Dann der Stator, 0,6 Ohm pro Wicklung von u-v und die anderen? Isolatation zum Statorblech auch unendlich?

für diese generatormesserei nimmt man sich am besten 2 oder 3 multimeter dann hat man alles auf einen blick.

sollte das alles in Ordnung sein was ich da gelistet hab und die d+ lampe geht immer noch nicht aus, dann hat sie irgendwo einen masseschluss im kabel.

mehr fällt mir so per internetdiagnose auch nicht ein.

gruss

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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Feuerwehrmann » 14.09.2017 09:37

Hallo Dieter,
danke, mit deinem Beitrag bestätigst du, dass wir fast alles richtig gemacht haben. Und nun stellt euch vor; Motorabdeckung runter und das Pluskabel vom Anlasser zur Diodenplatte schön mit Kontaktspray eingesprüht. An der Diodenplatte abgezogen. Plötzlich ist der Fehler weg. Helmut schrieb mir. Es läuft wie "geschmiert". Wir haben viele Stunden uns die "Birne" zerkratzt und nun das Ergebnis. Also nach fast 40 Jahren Betrieb kann so was sicher passieren. Ich tippe auf Leitungsfehler.
Danke für eure Tipps
Gruß
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon R65_dieter » 14.09.2017 15:11

hallo

genau das war damals auch die erste Prüfung, alle kontakte mal ab und wieder an. geht heute aber auch noch so bei sensorleitungen ohne bus. manche dinge ändern sich nie.

wenn das nicht ging, hol das Ohmmeter und mess mal was durchgang hat, durchgang haben darf und was nicht.

dann schlüsse aufs Gehäuse.

einen windungsschluss entdeckt man nicht mit einem Ohmmeter, weil im 0,? Bereich messen können nur wenige spezialmessgeräte.
und diese spezialmessgeräte kommen auch nicht auf den werkstattboden.... der limaanker der BMW hat so 14mH Induktivität.

induktivitätsmessgerät oder blindwiderstandsmessgerät zum Beispiel ist sowas. heute sind die teile nimmer so teuer.

ich nutze ein peaktech 3730, kostete mal so 50€ und tuts für den Hausgebrauch.

wäre ne Idee mit lima und anker und regler usw mal ein wiki zu machen, der winter kommt und ich hab ja ne drittlima in der teilekiste.

und der rainer braucht auch mal arbeit um das ganze aufzubereiten ;-)

fiese fehler sind kalte kontaktstellen an lichtmaschinenanker. also kalt hat der dann 3,3 ohm und warm?

nach 40 jahren ist es selbstverständlich normal dass die kabel an den anschlüssen oxidiert sind.

wobei die kabelei bei alten BMW Motorrädern noch ganz gut ist, ausnahme wenn jemand 40 jahre im Winter damit rumfährt bei salz usw, es gibt da viel schlimmere und anfälligere kabelei.

gruss

dieter
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Re: Die rote Ladekontrollleuchte geht einfach nicht aus

Beitragvon Rote Rita » 15.09.2017 21:12

Hallo Eberhard,

herzlichen Glückwunsch! Da hätte Silent Hektik auch nix geholfen! Gut das du nicht aufgegeben hast.

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