R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Hier könnt Ihr Fragen zu Umbauten und zu anderen Herstellern stellen und natürlich Eure Werke vorstellen.

R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 08.08.2016 18:44

Hallo Freunde des kleinen Boxers,

wie bereits in meiner Uservorstellung angekündigt möchte ich meinen aktuellen Umbau einer 248er R65 in eine Enduro vorstellen.

Aber zuerst wie alles begann:

Zum 50. gönnte ich mir einen Endurolehrgang bei Manuel Schad (SWT) .
Da habe ich dann Blut geleckt!
Im Herbst 2014 lief mir eine veranzte R65 Monolever zu, um sie in eine Enduro umzubauen.
Die Befestigung des Federbeins an dem Hauptrahmen liess mir Spielraum beim Anfertigen des Rahmenhecks.
Das hat die TÜV Hürde sehr vereinfacht.

Da ich leider dieses Moped kaum noch bekomme, weil es sich so gut fährt (Meine Kinder halt!), habe ich beim Lager kehren beschlossen mir ein weiteres Moped aufzubauen.

Von diesem 248er Umbau möchte ich Euch Zug um Zug erzählen.
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Matthias
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon New Daddy » 09.08.2016 06:40

Moin,

die gezeigte Maschine sieht für meine Augen sehr gelungen aus! Bin auf die Details gespannt.
Du schreibst bei der zweiten 50 PS - wie hast du die erreicht oder bedienst du dich eines älteren Motors?
LG
Carsten
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 09.08.2016 13:42

Hallo Carsten,
klar die im Aufbau befindliche Enduro ist eine 248er, also so ein Moped um das dieses Forum entstanden ist.
R65 für den Motor, X für Cross und Twinshock für die 2 Stossdämpfer hinten.

Im Juli 2014 war in den ebay-Kleinanzeigen, 30 km entfernt, ein Teilekonvolut einer R65 für 100,-- Euro angeboten.
Da ich Urlaub hatte, bin ich hingefahren und habe die Teile gekauft.
Es war ein 248er Rahmen mit einem 50 PS Motor, der allerdings einen Motorschaden hatte.
Ein Kolben hatte ein Loch, die zwei Auslaßventile waren kurz vor dem Lösen der Ventilkeile, weil von den Rillen fast nichts mehr da war.
Die Revision des Motors war dann mein Resturlaub. (Mein Ausgleich zum Job).
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon New Daddy » 09.08.2016 21:06

Moin,

heute Morgen habe ich offenbar noch nicht richtig lesen können...
Gerade das es sich um einen Twinschock handelt finde ich besonders interessant.
So einen Umbau könnte ich mir auch noch gut vorstellen.
LG

Carsten
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 10.08.2016 06:59

Der Kleinanzeigen-Motor war gar nicht in einem soo schlechten Zustand.
Benötigt wurde ein Dichtungssatz, 2 Ventile und 2 Zylinder mit Kolben (gebraucht)
Der Fehler an den Ventilen war mir neu, so etwas habe ich noch nicht gesehen.
Das Loch im Kolben ist bei Viertaktern auch eher selten.
Der Zusammenbau war dann kein Problem mehr.
Mittlerweile habe ich den Motor schon 120 km in der Kiesgrube hergenommen.
Er läuft sehr gut und man merkt schon den Unterschied zur Monolever mit 27PS.
Im oberen Drehzahlbereich ist da noch richtig Leistung da! :-D
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon Redskin » 10.08.2016 12:52

Hi,

wenn ich das bis jetzt richtig kapiere, hast Du aus einer 247er (monolever) eine Enduro fabriziert und hast nun dasselbe, aber mit einer 248er vor?
Mich hätte es auch nach sowas ähnlichem gelustet, der Sitzposition und der Federwege halber.

Bitte berichte weiter, insbesondere, wie Du fahrwerksmäßig aus dem kleinen Straßenboxer die Enduro hervorgehen lässt.

LG

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 10.08.2016 19:36

Genau so ist es Dirk,
ich baue aus einem R65 Rahmen und einem R65 Motor eine Enduro auf.
Im Laufe der Zeit hat sich ein fast komplettes Motorrad aus Ersatzteilen angehäuft. (Darum Lagerbereinigung)

Als Gabel habe ich eine komplette White Power Gabel WP4054 (K4T96L3, 13.96) aus einer KTM LC4 620 Bj. 97 mit Vorderrad Reifengröße 90/90-21 und Bremsanlage 300mm verwendet.
(Die hatte ich als Ersatz für die Monolever gedacht.)
Das 18 " Hinterrad ist von einer BMW R75/6 und hat nun eine Reifengröße 120/80-18.


Dabei gibt es viele kleinere Probleme zu lösen:
Der Haupt- und der Seitenständer sind zu kurz.
Das Motorrad steht da wie ein Chopper mit langer Gabel. Wie bringe ich den Arsxx hoch, ohne zu schweißen?
Die Lenkkopflager und das Lenkschloss passen nicht
Die Scheinwerferhalter mussten für einen R100 Scheinwerfer gebaut werden.
Der Lenkeinschlag ist zu gering wenn man den Tank orignial befestigt, also muß der Tank höher und weiter nach hinten versetzt werden. Dann passt aber auch die Sitzbank nicht mehr, die muß man dann selbst bauen.............

Und so gehen viele Tage ins Land bis die Probleme gelöst und die Teile angefertigt werden - davon will ich schreiben.

!!! Aber das wichtigste ist diese Probleme mit einem TÜV-Prüfer, vorher durchzusprechen !!!
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon Redskin » 10.08.2016 19:56

Da darf und wird man gespannt bleiben.
Ich hatte schon mal mit dem Gedanken gespielt, zwecks mehr Federweg eine Telegabel von einer GS zu verbauen, aber da stimmen dann auch die Parameter nicht.
Und wie man den Allerwertesten in die Höhe bringt, ohne längere Schwinge oder komplexe Arbeiten (von denen ich wiederum nix verstehe),...

Na ja, vllt. kann ich mir bei Dir was abschauen.

LG

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon FrankR80GS » 10.08.2016 20:32

Ich erinnere die Herren daran, dass die Kardangelenke in der Antriebswelle keine homokinetischen Gelenke sind und daher große Knickwinkel mit hohem Verschleiß quittieren.

Grüße
Frank
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Immer dran denken:
Hätten Hummeln Aerodynamik studiert, könnten sie nicht fliegen.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 11.08.2016 06:52

Hallo Frank,

der Knickwinkel ist das Problem bei den 2-Ventiler BMW´s, da hast Du vollkommen Recht.
Eine Lösung der Vorgaben geht nur durch einen Kompromiss mit verschiedenen Einzellösungen.

Schau Dir mal das Bild der Monolever auf der ersten Seite an. Ich denke auch mit Kompromissen kann man leben.
Der Knickwinkel ist jedenfalls wie beim Original und fahren lässt sie sich fast so gut wie eine originale GS.
(Sie bleibt eine Monolever)

Eine BMW wird durch den Kardan niemals eine KTM, aber man kann etwas mehr herausholen wie es BMW bei den G/S und GS en gemacht hat.

Die Lösung vor ab schaut so aus, dass man das Heck höher legt, die Schwinge verlängert und die entsprechenden Federbeine einbaut. (selbstverständlich muß die Gabel auch etwas in den Federwegen gekürzt werden, da 30cm zu viel sind.)
Zuletzt geändert von MAWO am 20.08.2016 16:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 12.08.2016 08:39

So, dann machen wir mal weiter.
Ein Freund, der von meinem Umbauvorhaben wusste, hat einen DET 100 Tacho angeboten bekommen.
Er war neu, komlett und hat 50,-- Euro gekostet. Da hat er ihn, ohne mich zu fragen, einfach gekauft.
Das hat er gut gemacht, der Schmitti!
Der Nachteil an diesem Teil ist nur, dass der Tacho mit einem REEDKONTAKT wie beim Fahrrad arbeitet.
Das macht natürlich Probleme bei einer Enduro mit USD-Gabel. Auch am Hinterrad ist das ein Problem.
Die dünne Litze des Gebers ist schneller abgerissen als man schaut.
Moderne Tachos für die 2-V BMW´s haben einen Geber am Getriebeausgang. Diese Geber funktionieren aber anders.

An einem Freitag, nach der Arbeit, habe ich mich planlos an die Drehbank gestellt und mir einfach den Geber selbst gebaut. Das Dingens hat von Anfang an hervorragend funktionert. Für 3,5 Std. Arbeit finde ich das Ergebnis klasse.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon pilgrim » 12.08.2016 12:59

Das ist eine elegante Lösung mit einem wirklich schönen Teil. Das könntest Du glatt in Serie gehen lassen.

Ich würde allerdings eine Variante brauchen, bei der man die Tachowelle trotzdem noch anbauen kann. Also so eine Art Zwischenstück.
Servus

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 13.08.2016 07:30

Hallo Lutz,
warum brauchst Du 2 Tacho´s ?
Für mich ist wichtig, dass ich das Gewicht so klein wie möglich halte.

Beim Anpassen der Gabel ist mir aufgefallen, dass mein Umbau einen Wendekreis wie ein Tanklastzug hat, wenn ich nicht den Tank höher und weiter nach hinten setze.
Für die Tankbefestigung vorne, habe ich aus Schellen einen Halter gebaut, der spurlos wieder abgebaut werden kann.
Hinten musste ich mir schon etwas mehr einfallen lassen. Es wurde eine Schweisskonstruktion. die ebenfalls mittels einer Schelle am ovalen Rahmenrohr befestigt wurde. Dadurch musste keine Veränderung am Rahmen vorgenommen werden.
Der Lenkeinschlag mit der WP USD-Gabel ist nun einer Enduro würdig.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon MAWO » 15.08.2016 08:28

Da nun der Tank, durch seine neue Befestigung, für maximalen Lenkeinschlag taugt, muss nun der Hintern hoch, damit das Chopperaussehen ein Ende hat.
Bei der Monolever war das Einfach, da das Federbein am Hauptrahmen befestigt war, konnte ich den Heckrahmen verändern und auch daran schweissen.(Natürlich mit Abstimmung des TÜV-Prüfers.)

Bei der 248er ist das anders. Die Stoßdämpfer sind am Heckrahmen befestigt - deshalb gehört der Heckrahmen zum Fahrwerk. Da ich zwar einigermaßen schweissen kann, aber keinen entsprechenden Schein besitze, der das bestätigt, musste ich mir etwas einfallen lassen.

Wenn ich nun die oberen Befestigungspunkte des Heckrahmens am Hauptrahmen befestige, und das Heck nach oben klappe, ergibt sich ein Abstand zu den ursprünglichen unteren Befestigungspunkten.
Diesen habe ich mit einer Adapterplatte aus Konstruktionsstahl "ausgefüllt".
Die Materialstärke (entgegen meines Leichtbauwunsches) wollte ich deutlich überdimensionieren.
Der nächste Gedankengang (ich musste mich in einen TÜV-Prüfer eindenken) war, dass sich die Hebelkräfte nun am Rahmenausleger vergrößert haben. Diese Kräfte habe ich dann später durch eine zusätzliche Strebe am Hauptrahmen abgefangen. (Es sind ja links und rechts zwei Befestigungslöcher an der Lasche des Hauptrahmens.)

Ich habe an keiner Stelle des Hauptrahmens und des Heckrahmens Löcher gebohrt, etwas abgetrennt oder sonst etwas verändert. Das hat zur Folge, dass ich jederzeit aus meiner Enduro wieder ein Strassenmoped bauen könnte. :)

Eine große Herausforderung war es die passenden Federbeine zu finden. Die optimale Länge ist 40 bis 42cm. Neue Federbeine gibt es zwar von Hagon, aber die sind relativ hart. Ich weiß, das Hagon auch abstimmt, aber ein Fragment zum Abstimmen zu Hagon fahren, wäre mir dann doch zu teuer gewesen.
Also musste ich in die Historie der Enduros aus den 70er und achziger Jahren einlesen.
So bin ich dann nach langem hin und her zu meinen Marzocchi 415 gekommen. Diese passen wunderbar zu meinem Umbau. Langer Federweg und sehr komfortabel - besser wie bei meiner Monolever.

Das nächste Problem: Mehr Federweg und der böse Knickwinkel der Kardanwelle.
Ohne längere Schwinge geht da nichts!
Da gibt es aber das BMW Baukastenprinzip. Die längste Stereo-Schwinge die original verbaut wurde, war die der letzten großen Modelle. Im Lager hatte ich nich eine von einer R100RS liegen. Diese ist meines Wissens nach, 6cm Länger als die originale R45/65 Schwinge.

Die Sitzhöhe beträgt aktuell im unbelasteten Zustand 89cm.

Ich denke ich habe den ArsXX hochgekriegt. 8)
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitragvon FrankR80GS » 15.08.2016 11:59

MAWO hat geschrieben:....Diesen habe ich mit einer Adapterplatte aus Konstruktionsstahl "ausgefüllt". Die Materialstärke (entgegen meines Leichtbauwunsches) wollte ich deutlich überdimensionieren. Der nächste Gedankengang (ich musste mich in einen TÜV-Prüfer eindenken) war, dass sich die Hebelkräfte nun am Rahmenausleger vergrößert haben. Diese Kräfte habe ich dann später durch eine zusätzliche Strebe am Hauptrahmen abgefangen. (Es sind ja links und rechts zwei Befestigungslöcher an der Lasche des Hauptrahmens.) ....


Als Prüfer würde ich sofort die für tragende Verbindungen ungeeigneten A70 Schrauben bemängeln. Die mögen zwar halten, haben aber im Fahrzeugbau und anderen dynamisch belasteten Verbindungen nichts zu suchen. Wer dem Prüfer etwaige Zweifel nehmen möchte, nimmt verzinkte 10.9 Schrauben mit voller Kopfhöhe. :ja:

/Frank
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