R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 17.06.2018 17:12

So, ich bin wieder im Land.


Aber erst einmal muß ich die Vergangenheit aufwärmen - leider.

Auf der ersten Seite - ich glaube der drittletzte Beitrag (13.08.2016 07:30), steht ganz genau warum und wie ich den Tank angehoben habe.

Dem Einem gefallen Pummelchen, dem Anderen schlanke Langbeinige.
Das ist auch gut so, weil wir sonst alle das gleiche Moped fahren müssten.

Einen Motor höher legen bringt vor allem mehr Federweg. (Knickwinkel Kardan)
Da ich aber jetzt schon wesentlich mehr Federweg (vorne wie auch hinten) und auch einen engeren Wendekreis als R100 GS PD habe, reicht das mir vollkommen aus.
Ich fahre ja schließlich kein MOTOCROSS - da bin ich zu alt für.
Für mich war es wichtig, in dem Bereich in dem ich mich beim Fahren aufhalte, die bessere GS zu bauen.
(Mehr Federweg, wendiger, leichter und schlanker, ohne auf Strassentauglichkeit zu verzichten)

Ein riesen Nachteil des "Motor höher legens" ist, das der Schwerpunkt nach oben wandert und damit das Motorrad an Handlichkeit verliert.

Ich hoffe dass ich alles verständlich erklärt habe. :)

Morgen versuche ich von der Reise zu erzählen.
Gruß aus Mainfranken

Matthias

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 18.06.2018 17:17

Rumänien wurde zur Ländertour.
Am Samstag 09.06.18 sind wir pünktlich um 10.00 Uhr in meinem Heimatort losgefahren.
Gleich erst mal auf die Autobahn, um Meter zu machen! Ab Neumarkt in der Oberpfalz sind wir dann nur noch Landstrasse gefahren.
Nach Passau ging es erst einmal nach Österreich zu Kaffee und Kuchen. Erste Übernachtung in Österreich. Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Slowenien.
Nachmittags war Einreise in Kroatien. Hier hatte ich leider einen Unfall. Ich fuhr innerorts mit 45-50km/h in einer engen Strasse an einem parkenden Auto vorbei. Ca. 10m nach dem parkenden Auto bekommt mein linkes Knie einen Schlag und gleich drauf trifftete ich nach rechts weg.
Ich habe nur noch mitbekommen, dass ein silberner Golf im selben Augenblick seine Stoßstange verlor. Ein Alkoholisierter junger Mann hat mich mit ca. 80 Sachen innerorts überholt, obwohr dafür kein Platz mehr war. Mir ist nichts passiert, ich konnte die BMW noch abfangen - nur der Sturzbügel mitsamt der Alukiste wurde etwas nach vorne gebogen. Nach ca. 45 min. Schreierei sind wir wieder unseres Weges gegangen.

Etwas später haben wir in Kroatien übernachtet. Weiter ging es Richtung Serbien. Man sieht noch immer die Spuren des Krieges. Zerschossene und verlassene Häuser säumten den Weg. Am gleichen Tag erreichten wir Rumänien. Am Abend haben wir uns dann ein Quartier gesucht.
Rumänien ist ein schönes Land. Die Menschen ob groß ob klein winken freundlich den Motorradfahrern zu. Die streunenden Hunde sind wirklich überall.
Manche agressiv, andere friedlich, aber betteln tun sie alle. (Man könnte meinen sie sprechen sich ab.)
Die Strassen sind die schlechtesten, die je gefahren bin. Alles ist sehr Kurvenreich. Aber hinter den Kurven können Felsbrocken, Baumstämme, Schafherden, Kühe, Pferde oder parkende Autos mit Warnblinkanlage sein. Vorsichtig muß man wirklich sein!
So haben wir den ganzen Tag Kurve um Kurve eingesaugt. Manchmal Strasse, machmal Schotter, oder auch Waldwegen.
Es ist ein schönes, wildes Land!
Wir haben uns eine Unterkunft in den Karpaten gesucht, weil wir am nachsten Tag den Transfagarasan fahren wollten.
In der Nacht gab es ein unwetterartiges Gewitter, dass 4 Stunden anhielt. Der erste Blick am Morgen:
Stehen die Mopeds noch? Gott sei Dank - keine ist eingesunken.
Nach dem Frühstück ging es los.
Die Strasse war ganz schön verschmutzt und es lag sehr viel Geröll auf der Fahrbahn.
Kurven, Kurven und nochmals Kurven - der Wahnsinn.
Selbst auf 2400m liefen noch die streunenden Hunde auf der Strasse umher.
Übrigens war der Transfagarasan für PKW gesperrt, aber für Motos frei, weil die Strasse gerichtet wurde. Hier kamen die PKW, die trotzdem gefahren sind, nicht mehr weiter - wir schon! Alles wird oben vorbereitet für den hoffentlich kommenden touristischen Ansturm.
Übrigens war der Transfagarasan die beste von mir erlebte Strasse in Rumänien. (Ähnlich Stilfser Joch nur flüssiger fahrbar, da der Höhenunterschied in den Spitzkehren nicht so groß ist.)
Nach gefühlten 100000 Kurven haben wir uns am Abend ein Zimmer gesucht. (Das schlimmste welches ich je erlebt habe.)
Das Zimmer machte einen guten Eindruck, erst mal in die Dusche - das Wasser läuft nicht ab!?, dann zum Essen (war OK).
Mittlerweile treffen Unmengen von, ich vermute Abschlußklässlern, in dem großen Saal oberhalb unseres Zimmers, ein.
Nach dem Essen war das Wasser abgelaufen, aber mehr ins Bad als in den Abfluss. Alles aufgewischt und ins Bett. Das Bett war richtig klamm und ein modriger Geruch stieg auf. Um ca. 20.00 geht plötzlich laute Musik an die nicht einmal durch Öhrenstöpsel verringert werden konnte.
Dazu kamen noch die Tanzschritte die uns dann bis 02.00 Uhr nachts nicht haben schlafen lassen.
Wenn Du vom Tage fertig bist und Lärm und Modergeruch dich nicht schlafen lassen, steht man am Morgen mit dicken Augen auf und will nur noch weg.
Um 6.00 haben wir die Kisten bepackt und sind ohne Frühstück losgefahren. (Bezahlt haben wir am Vortag.)
Der neue Tag wurde im Hinterland auf gaaanz schlechten Wegen durchfahren. Wir traten langsam wieder den Weg Richtung Westen an.
Dann ging es weiter auf Transitstrecken Richtung Ungarn. Da haben wir uns ein gutes Motel gesucht. Eine prima Nacht und super Essen.
Hier haben wir ein alteres Würzburger Ehepaar getroffen, welches auf dem Weg, in die alte Heimat nach Hermannstadt war.
Am nachsten Tag ging es nach Österreich um in der Nahe von Linz einen Bekannten von Claus zu besuchen. Dort haben wir dann auch zu Mittag gegessen. Gegen Abend sind wir dann nach Tschechien eingereist. Von dort ging es in den Bayerischen Wald um uns ein Quartier zu suchen.
Nach dem Frühstück schlängelten wir uns vom Bayerischen Wald in die Oberpfalz.
Am frühen Nachmittag haben wir uns Kaffee und Kuchen gegönnt um dann bis Nürnberg ca. 50km Autobahn zu fahren.
Bei Fürth haben wir dann die B8 Richtung Würzburg genommen.
Um 15.15 Uhr bin ich am 17.06.18 bei mir in die heimatliche Einfahrt gefahren.

Resume:
Das war die härteste Tour meines Lebens.
Ich bin froh, dass ich es gewagt habe, aber noch einmal möchte ich die Strecke nicht mehr fahren.
Eine gute Alternative ist Auto mit Hänger, oder VW Bus bis Rumänien und dann weiter mit dem Motorrad.
Ein sehr schönes Land, evtl . das letzte "wilde" Land in Europa. Sehr nette hilfsbereite Menschen wohnen hier.
Das Land ist sehr arm, die Schere spreizt sich sehr, deshalb muß man, ohne einen Vorwurf machen zu wollen, etwas aufpassen.
Rumänien ist eine Reise wert!

Daten:
Fahrtzeit: 9 Tage.
Gefahrene Kilometer: 4179
Spritverbrauch: 5,22 l/100km
Ölverbrauch: 0,2l auf 4179km
Befahrene Länder: Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Tschechien.
Gruß aus Mainfranken

Matthias

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von Scotchman » 19.06.2018 07:20

Hallo Matthias,

der Bericht ist eindrucksvoll. Sicherlich spreche ich für viele hier, wenn ich sage, dass ich neugierig bin, Bilder zu sehen...

Gruß
Ulli

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 19.06.2018 07:32

Zum Abschluß der Reise mit meinem Umbauprojekt ein paar visuelle Eindrücke:

K800_DSC00083.JPG

An der Donau

K800_DSC00090.JPG

Decebal Kopf im Fels

K800_IMAG0033.JPG

normale Straße

K800_IMAG0036.JPG

schön eben, gut befahrbar

K800_DSC00101.JPG

von links oben (Wiese) kamen wir auf die Strasse

K800_IMAG0053.JPG

ganz normales "Fahrzeug"

K800_IMAG0056.JPG

Ein wunderbares Land

K800_IMAG0057.JPG

Strasse mit Asphalt durch den Wald

K800_IMAG0058.JPG

Kurz drauf kam mir ein Langholz Laster entgegen

K800_IMAG0066.JPG

Der Transfagarasan, eine sehr gut fahrbare Hochstrasse

K800_IMAG0068.JPG

Da ging es schon wieder abwärts
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von ssuchi » 19.06.2018 22:53

Vielen Dank für die tollen Bilder!

Aber 4179 km in 9 Tagen? Auf rumänischen Landstraßen und Feldwegen? Ihr seid ja völlig gaga! :eek:

Wir sind damals eine ähnliche Tour hinsichtlich Strecke, Länder und Orte gefahren, aber rein auf Asphalt. Wir haben uns dafür allerdings drei Wochen Zeit genommen, dann ist es auch Urlaub... :)
Gruß, Stefan

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 20.06.2018 18:32

Hallo ssuchi,

als Erstes ist es für mich Urlaub, wenn es nicht wie mein Alltag ist.
Zum Zweiten war ich noch nie ein Mensch der im Urlaub faulenzt und sich z.B. an den Strand legt.

Wenn ich aber ehrlich sein soll, muss ich sagen, dass 9 Tage für über 4000 km zu kurz sind. Die Tour war mit 14 Tagen geplant!

Leider hat "Prinz Eisenarsch" (Claus der Roadkaptain), scheinbar seinen pers. Rekord knacken wollen.

Für mich wären 14 Tage genau richtig gewesen.

Bei 9 Tagen Fahrtzeit war für mich der Aufwand der Vorbereitung zu groß.

Trotzdem sind die Eindrücke unvergesslich und bereuen tue ich es nicht, es hätte halt etwas entspannter sein können...........
Gruß aus Mainfranken

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 24.12.2018 13:45

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und das Jahr wird bald seinen Abschluß nehmen.

Darum wünsche ich allen Freunden des kleinen Boxers ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in´s neue Jahr.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.


Es haben sich ein paar kleinere Spinnereien wieder in meinem Kopf abgespielt. :evil:

Evtl. baue ich mir noch mal eine nackte BMW, pur, leicht und ohne TÜV - einfach nur zum Spass.

Eine WP50 Extreme, ein kleiner 12l Tank, lange Schwinge und richtig hochbeinig. Einen Motor habe ich noch nicht, aber das wird sich auch noch geben. Mir gefallen die Maico´s der 80er Jahre. In diese Richtung wird es wohl gehen.

Zusammengesteckt habe ich schon was und die lange Schwinge ist auch schon geschweisst.

Mal sehen.........
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MMö » 25.12.2018 19:15

Hmm, wir haben die gleiche Literatur oder Ideen ... eine alte LC4 WP 50 Gabel habe ichhier auch noch herumliegen. Was hast du obendrum geändert?

Grüße,
Marco
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 26.12.2018 10:43

Hallo Marco,

Lesen war keine Einstellungsbedingung - das war´s nicht. Die gleiche Idee, das kann schon sein.
Das soll jedenfalls ein Spielzeug für den Sandkasten sein, deswegen kann ich bauen wie ich es will. Und wenn´s nur eine technische Skulptur zum Anschauen wird - Bauen macht Spass und bringt mir ´nen Ausgleich zum harten Berufsalltag.

Vorgehensweise:
Als erstes habe ich die untere Gabelbrücke mal in den Rahmen gesteckt. Dabei habe ich festgestellt, dass der BMW Lenkanschlag mit dieser Gabelbrücke wie ein Lenkschloss wirkt. Geht so nicht.
Ich will es erst einmal mit der KTM Gabelbrücke probieren. Bei den anderen Moped´s hat es mit der USD Gabeln ja auch geklappt. (Hier ist der Lenkeinschlag zumindest größer als bei den PD GSen.

Dann musste ich das Lenkrohr aus der unteren Gabelbrücke auspressen.
Nach dem Einspannen in der Drehmaschine habe ich die Lagersitze der BMW Lager angepasst.
Mit Hilfe eines angefertigten Abstandshalter war nun das Lenken freigängig, weil der BMW Lenkanschlag über der unteren Gabelbrücke ist. Beim Lenkrohr habe ich zischen den Lagersitzen 2/10 abgedreht, damit das Einführen der Lager einfacher geht.

Der Vorteil ist, dass ich das Lenkrohr nicht kürzen musste und so wie es ausschaut, der BMW Lenkanschlag seiner ursprünglichen Tätigkeit weiterfronen kann.
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Matthias

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von Redskin » 27.12.2018 15:55

Hallo Matthias,

verzeih bitte die naive Frage, aber gibt es eine Telegabel, die plug'n play in das 248 Fahrgestell passt, wo man das Gussrad 18'' beibehalten kann und "nur" mehr Federweg bekommt?
Mir träumt es von einer etwas "höheren" Maschine (evtl. auch mit langer Schwinge), aber die umfangreichen Änderungen (Räder, Bremserei,...) und meine Unfähigkeit, anderes zu tun, als zu schrauben, schrecken mich ab.

Ich könnte, gäb's sowas, den Sommer über unauffällig nach Teilen fahnden und dann im Winter wieder den Werkzeugkasten aufmachen.

Momentan experimentiere ich mit dem hochgezogenen Lenker für eine aufrechtere Sitzposition hinter der Gläserschale, sowie einer Solositzbank (Behörde). Statt Soziussitz kommt dann wieder mein blaues Plastikfass ins Spiel, wo ich das Campingzeug trocken verstauen will.
Das - ebenfalls meine Einbildung - sollte die Tourentauglichkeit der Maschine erhöhen. Wenn es denn überhaupt dazu kommt, dass ich weitere Ausflüge ohne jegliche Begleitung von meiner Regierung genehmigt bekomme. :D :D

Viele Grüße
Dirk
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Laktoseintoleranz, Veganismus & Helene Fischer
geworden?

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von FrankR80GS » 27.12.2018 17:48

Redskin hat geschrieben:
27.12.2018 15:55
Hallo Matthias,

verzeih bitte die naive Frage, aber gibt es eine Telegabel, die plug'n play in das 248 Fahrgestell passt, wo man das Gussrad 18'' beibehalten kann und "nur" mehr Federweg bekommt?
Mir träumt es von einer etwas "höheren" Maschine (evtl. auch mit langer Schwinge), aber die umfangreichen Änderungen (Räder, Bremserei,...) und meine Unfähigkeit, anderes zu tun, als zu schrauben, schrecken mich ab.
Hallo Dirk, wenn es nur um einen Zentimeter geht, spann die Federn mit einer Hülse vor. So hat es BMW z.B. bei der GS PD gemacht, um das Gewicht des großen Tanks und der Verkleidung zu kompensieren. Wenn es deutlich mehr sein soll, muss auch am Heck was passieren, damit das Motorrad wieder geradesteht. Technisch verwandt ist die Gabel der R80 ST - gleicher Federweg wie die kleinen Boxer, aber längere Standrohre.

/Frank
BMW - Unseraoner fährt koan Japaner.

Immer dran denken:
Hätten Hummeln Aerodynamik studiert, könnten sie nicht fliegen.

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 27.12.2018 19:16

Im Prinzip passt jede Gabel von /5, /6, /7, G/S, ST, GS und R...R plug & play in Deinem Rahmen.
Ich habe in meiner 82er 1000er Ursprungs RT eine Monolever Gabel mit einem R65 Vorderrad eingebaut. Das war bis zum Einbau der Bremsanlage kein Problem. Ich musste Distanzscheiben für die Bremsscheiben und Buchsen für die Radachsen drehen. Das war ein noch recht humaner Weg für mich, weil die Teile günstig zu kaufen sind.
Es spielen halt viele Details eine Rolle: Radachsendurchmesser, Bremscheibendurchmesser, Bremssattelbefestigung, Raddurchmesser, Kotflügelbefestigung, um Einige zu nennen.

Ohne Nacharbeit kannst Du günstig nur Flickwerk machen.
Zum Beispiel einen kompletten Monolever Forderbau incl. Bremsanlage und Vorderrad implantieren. Dann passt aber optisch nicht das Vorderrad zum Hinterrad. Funktioniert aber plug & play. Es bleibt dann auch bei einem 18 Zoll Vorderrad.

ODER
ST-Vorderbau + /6 oder /7 Schwinge:

Das ST Rad ist ein 19 Zoll Vorderrad, da würde die Felgengröße nicht mehr stimmen. Die Bremsanlage müsste aber meines Wissens passen. Zum ST-Vorderbau eine lange Doppelschwinge der 247er Modelle und das passende Speichenhinterrad der /6 oder/7 Modelle.
Dann müsstest du aber auch noch das längere Bremsgestänge einbauen.

Ob durch die längere Schwinge der hintere Kotflügel noch passt weiß ich nicht, aber ich gehe davon aus.

Das wäre eine plug & play Version ohne Nacharbeiten - mit dem Nachteil dass zumindest das Vorderrad mit dem entsprechenden Reifen eingetragen werden müsste.
Vorteil sind schöne klassische Speichenräder.

So konnte ein Schuh, ohne Drehbank bzw. Fräsarbeiten, daraus werden.

Aber die benötigten Teile sind nicht die günstigsten - weiß nicht ob das Sinn macht. :eek:
Gruß aus Mainfranken

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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 13.01.2019 10:15

Ich habe lange lange gesucht, um einen kleinen Tank im Stil der 80er Jahre, a la der
Geländesport Modelle von Maico, finden. (Das Geld spielt schon eine Rolle :( )
Ich denke der 350er Morini Tank trifft es ganz gut. Es wird aber eine Heidenarbeit das Dingens an den Rahmen zu bringen.
Wenn der Tank seinen entgültigen Sitz hat, geht es an die Sitzbank.
Die R45 Sitzbank sieht nur auf dem Bild gut aus - sie ist rotze fertig und es würde auch einen Originalitätsfetischisten nichts ausmachen, diese unwiederbringlich zu verändern. Sie muß halt in Form an Rahmen und Tank gebracht werden.
Als zukünftige Farbe habe ich mir rot mit silber ausgedacht. (Der Tank hat mich auf diesen Gedanken gebracht.)

Im Moment sieht alles noch recht holprig aus, aber im Kopf ist die Richtung und Vorgehensweise schon fix. :twisted:
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MMö » 13.01.2019 13:05

Fabelhaft! Sieht absolut passend aus.
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Re: R65 X Twinshock, die Lagerbereinigung

Beitrag von MAWO » 25.01.2019 18:50

Heute mal ein kleiner Ausblick in die angestrebte Richtung.
Mittlerweile ist der Tank auf dem Rahmen befestigt.
Die Sitzbank habe ich heute zerlegt.
Der nächste Schritt ist die Sitzbank an den Tank anzupassen, um einen stimmigen Anschluss zu bekommen.
Außerdem muß sie etwas schmäler werden. :cry:
Der Abschluß hinten wird auch eine Herausvorderung, aber im Kopf steht die Form schon fest. ;-)
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