Motor aus

Alles rund um die Technik an den Modellen R45 und R65

Motor aus

Beitragvon Michi » 08.08.2017 16:55

Hildegard hat eine neue Macke: trotz penibelst eingestellter Vergaser (Motor warm!)passiert es dass -falls richtig schön warm gelaufen- der Motor abstirbt so als wäre das Standgas zu niedrig eingestellt. Das ist nicht tragisch, aber ich verstehe einfach nicht warum. Und ausserdem brauch ich wieder was zum Schrauben..

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Re: Motor aus

Beitragvon Rote Rita » 08.08.2017 18:53

Hallo Michi!
Nett dass du so gerne schraubst. Du hast ja die Versager zum ersten Mal richtig eingestellt. Man kann du mit Gefühl noch etwas nachbessern :wink: Stellen jeden Vergaser einzeln (!) ein wenig fetter, so dass er etwas langsamer wird. Danach stellte du das Standgas etwas höher oder lässt es so niedrig, dass der Motor nicht ausgeht.

Viel Erfolg wünscht Rainer
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Re: Motor aus

Beitragvon Brummbär » 09.08.2017 15:02

Und den Übergang prüfen (von Leerlaufgemischreguliersystem auf das Hauptsystem): Den Gashahn ganz vorsichtig öffnen. Dummerweise muß man unterscheiden ob zu fett oder zu mager eingestellt (Leerlaufgemisch). Zu mager: Riecht eher "benzinig" Zu fett: Typischer Geruch von teilverbranntem, "rußiger" Geruch, wer es erschnüffelt, weiß was gemeint ist. Tendenziell etwas fetter eingestellt ist zumindest bei meiner günstiger. Mein Eindruck ist sogar, daß ein fein einregulierter Vergaser "wetterfühlig" ist. Wenn die Einstellung stimmt, höchstens noch nachregulieren, sonst nix dran machen. Die Leerlaufgemischschrauben reagieren auf auf halbe achtel Umdrehungen, nix für nervöse Fingers. Ein alter Chief (leitender Intschinör) von mir hatte den Leitsatz: Da wird nich an rumgefummelt, sei froh daß das überhaupt noch läuft (hab ich mich nicht immer dran gehalten, hab aber aufgepaßt, daß der Alte das nicht mitgekriegt hat). Meistens habe ich damit verhindert, daß das technische Gerät irgendwann spontan und nachhaltig den Dienst eingestellt hat, manchmal mußte man bei Übernahme der Wache die Beine unter den Arm nehmen, um seinen "Laden" wieder einzufangen, meistens weil irgendein Hektiker zu wild an Handrädern und Reglern gedreht hatte. Wer das nicht wußte, hatte spätestens nach einer Viertelstunde einen Alarm oder schwarzes Licht (macht bekanntlich helle Räume dunkel). Aber das ist eine andere Geschichte.

Schöne Grüße
Michael
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Re: Motor aus

Beitragvon Redskin » 11.08.2017 19:56

Mein Eindruck ist sogar, daß ein fein einregulierter Vergaser "wetterfühlig" ist.


Wetterfühliger als sonst schon, trifft es wohl noch besser.
Wenn die Maschinerie nahe beim Punkt "besser kriegt man das wohl nicht hin" ist, dann merkt man schon (oder glaubt es zu merken), dass es Witterungen gibt, bei denen läuft alles geschmeidig und welche, da ist der Lauf rau, die Übergänge wollen nicht.
Liegt vielleicht auch am Fahrer und seinen Empfindsamkeiten. Bei Regenwetter ist meine Q lang nicht so fit, wie bei trockener, mäßig warmer Witterung.

Da wir es bei den Q-hen mit einer Technik zu tun haben, bei der nix gemessen, gekennfeldet und lambdakorrigiert wird, hat das System schon so seine Eigenheiten und ist nicht reproduzierbar labormäßig und steril.

Das macht für mich aber gerade den Charme aus.

Meine Mühle läuft aktuell nicht schlecht, säuft vllt. ein bissl viel, aber ich bin ernsthaft am Überlegen, an nichts mehr rumzufummeln, es sei denn mir fielen deutliche Anomalien auf. Einfach fahren und gut is.
Hoffentlich honoriert mir die Lady das auch.

Greetz

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Re: Motor aus

Beitragvon FrankR80GS » 12.08.2017 00:06

Brummbär hat geschrieben:...Mein Eindruck ist sogar, daß ein fein einregulierter Vergaser "wetterfühlig" ist. Wenn die Einstellung stimmt, höchstens noch nachregulieren, sonst nix dran machen. ..


"Fett läuft immer" ist leider auch die Leitlinie vieler BMW-Niederlassungen. Motorräder die dort eingestellt wurden, erkennt man am verrußten Auspuffendstück und 1200/min Leerlauf. Das macht im gemischten Fahrbetrieb bis zu 1L/100km Mehrverbrauch. Aber mit der Einstellung geht der Motor nie plötzlich aus,
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Immer dran denken:
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