Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Alles rund um die Technik an den Modellen R45 und R65
26kanal
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon 26kanal » 05.11.2018 22:26

FrankR80GS hat geschrieben:
26kanal hat geschrieben:Scheinbar aber nur fuer den spaeten Gasgriff am MJ81, oder? Wo muesste denn genau das Gewinde sitzen? Hat jemand mal ein Foto?


Hallo Volker guckst Du

Position

Teileverwendung

Gewinde ist vom Werk mit einem Plastikpröppel verschlossen, damit kein Wasser reinkommt. Da hat jemand mitgedacht.


Alles jeweils ab Sept 1980, bei den frueheren Griffeinheiten rechts (Stichwort runder Vorratsbehaelter fuer die Bremspumpe) scheint es das nicht gegeben zu haben.

Wenn ich das recht verstehe, soll diese Beamten-Schraube ( :-D was hat denn das mit den Staatsdienern zu tun?) soviel Hemmung erzeugen, dass Federkraft den Gaszug nicht zurueckzieht - das Gas bleibt stehen, auch wenn die Hand vom rechten Griff genommen wird. Das hat es bei anderen Motorraedern auch gegeben, ich kenne das von MZ.

Gruss
Volker

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aldi62
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon aldi62 » 05.11.2018 22:41

Wenn die "Beamten" mit laufendem Motor irgendwo rumstanden, konnten Sie mit der Schraube die Leerlaufdrehzahl erhöhen (Gasgriff festklemmen) damit die Elektronik ihrers Butzeleizubehörs (Funk, Zusatzleuchten) nicht die Batterie leergezogen hat.
Eignet sich auch für div. Einstellarbeiten für Nichtbeamte :lach: .
Gruß aus Leipzig
Jörg

Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der das nicht wusste und hat´s gemacht.

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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon FrankR80GS » 05.11.2018 23:22

26kanal hat geschrieben:...Wenn ich das recht verstehe, soll diese Beamten-Schraube ( :-D was hat denn das mit den Staatsdienern zu tun?) soviel Hemmung erzeugen, dass Federkraft den Gaszug nicht zurueckzieht -


Angeblich sollen dienstlich Motorrad fahrende Staatsdiener über schmerzende Hände und sogar Sehnenscheidenentzündung geklagt haben, weil man ja den ganzen Tag den Gasgriff aufziehen musste. Zur Abhilfe ersann BMW die Beamtenschraube, die bei längerer gleichmäßiger Fahrt den Gasgriff offen hält. So kann der staatsdienliche Kradler das Händchen etwas entspannen lassen auf dass weniger Beamtenschweiß vergeudet wird. :P

Aus eigener Erfahrung kann ich den Nutzen auf längeren Autobahnetappen bestätigen. Etwas weichere Federn an der Drosselklappe würden auch helfen. Gibt es offiziell aber nicht. Inoffiziell gehen aber die Federn für den Choke.
BMW - Unseraoner fährt koan Japaner.

Immer dran denken:
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon Redskin » 06.11.2018 07:40

Gebrauch sog. Beamtenschraube:
In das Gehäuse des Gasdrehgriffs (unten) eingesetzt, kann man mit der Rändelschraube Druck auf den Drehgriff ausüben, damit dieser beim Loslassen nicht auf Leerlauf geht. Dennoch bleibt dieser beweglich. Damit hier nicht zerspant wird, gibt es die Nylonspitze.

Somit kann man die rechte Hand auch noch zu was anderem gebrauchen, z. B. fröhlich winken oder mit dem Revolver das Feuer eröffnen.
Auf längeren Strecken entlastet das außerdem das Handgelenk, weil man nicht so fest zugreifen muss.

Diese Schraube hatten div. Behördenkräder, Zivilisten müssen das Teil nachkaufen.
Daher Beamtenschraube.

Greetz Dirk
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon andi Q » 06.11.2018 23:11

Redskin hat geschrieben: Zivilisten müssen das Teil nachkaufen.

Achtung; diese ist aber noch nicht Legalisiert worden!
Gruß Andi
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon Rote Rita » 09.11.2018 00:46

Hallo Andi,

die TüVler merken das heutzutage gar nicht! Dazu müssten sie ja den Unterschied kennen. Die haben genug mit Lamda- Sonde und CAN-Bus zu tun. :)
Ich habe diese Schraube auch und habe zusätzlich die Vergaserfedern tiefer eingehängt. Dazu habe ich einfach ein neues Loch in den Hebel am Vergaser gebohrt. Auf langen Strecken will sich die rechte Hand auch mal ausruhen. Damit geht das.

Gruß Rainer
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Stand aktuell

Beitragvon MMö » 11.11.2018 13:37

-> Vergaser revidiert und mit neuen Dichtungen gesegnet.

Komplett gereinigt, alle Dichtungen erneuert, im Ultrallschallbad Kleinteile gereinigt. Ölreste mit
Terpentin entfernt, Schwimmernadeldüsen ersetzt. Membranen sind intakt gewesen. Bleiben drin.
In dem Zug poröse Benzinleitungen ersetzt. Choke hat zwar keine Mucken, hier aber die Dichtungen
ersetzt.

-> Gaszüge erneuert

Ein Gaszug war abgeknickt, den habe ich mal gleich gewechselt. ACHTUNG: Bei den Paralever-Modellen ist
das eine ganz besondere Spezialität: Es muss der Bremszylinder abgebaut werden, um an die Kette für die Gaszüge
zu gelangen. Alternativ kann man auch den Gasgriff lockern und etwas abziehen. Total nervig.

-> Vergaser angebaut

Vergaser angebaut, richtige Länge muss ich noch einstellen. Eh kein Moppedwetter. Hatte keine Lust mehr da auf dem kalten
Boden zu werkeln.

-> Ventilspiel kontrolliert / Zündkerzen gecheckt

Wie erwartet: Eine Zündkurze komplett schwarz, eine leicht grau. Also neu synchronisieren. Folgt noch.
Jetzt bin ich gespannt auf eure Interpretation: Ventile einstellen.

(In Fahrtrichtung gesehen!) Linke Seite: Ventilspiel korrekt. Kerze war grau. Rechte Seite: Auslassventil zu. Zuerst dachte ich,
ich habe den falschen OT erwischt. Zig mal gedreht - aber es blieb dabei: Ventilspiel dicht. Einlass war bei 10mm - also okay.
Bestimmt zwei Stunden herumgefummelt und alles verdreht was man verdrehen kann. Keine Bewegung. Feder drückte gegen Hebel.
Dann irgendwann macht es "Knock" beim Schrauben. Entweder etwas gebrochen oder etwas richtig "geflutscht" - siehe da: Feder drückte
nicht mehr gegen Kipphebel. Ventilspiel eingestellt, fertig. Fünfzig mal kontrolliert: kalt alles gut.

Gestern schon mit Andy konferiert: Kalotte nicht richtig drin gewesen?

Zyko wollte ich gestern nicht mehr abnehmen, dafür war mir das zu kalt und zu dunkel in der Garage.

Was kann das denn gewesen sein? Ich habe beim Fahren schon mal so ein Flattern bemerkt: Als wenn Sprit Mangelware wird oder irgendwo etwas nicht
so richtig will. Kann auch nur der rechte Zylinder gewesen, der war ja komplett verstellt.

Motor läuft und springt problemlos an. Klar, muss noch Zündung einstellen. Daran habe ich mich noch nicht gemacht. Folgt in den nächsten Tagen.
Nachher mach ich nur noch die Kabel erstmal gleich lang - Gaszüge auf gleiche Länge einstellen ;-). Mehr nicht, muss noch Klausuren machen, korrigieren und und und ...

Hmm ...

Grüße,
Marco
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Re: Die Schwarze lahmt ab 3000 Touren!

Beitragvon aldi62 » 11.11.2018 14:29

Hallo,

schöne Wochenendarbeit :lach: , viel Erfolg bei den restlichen Einstellereien :ja:, und viel Glück, das der Zyko nichts bleibendes hat :ja: .
Gruß aus Leipzig
Jörg

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Re: Stand aktuell

Beitragvon FrankR80GS » 11.11.2018 15:02

MMö hat geschrieben:.... ACHTUNG: Bei den Paralever-Modellen ist
das eine ganz besondere Spezialität: Es muss der Bremszylinder abgebaut werden, um an die Kette für die Gaszüge
zu gelangen. Alternativ kann man auch den Gasgriff lockern und etwas abziehen. Total nervig.
....
Rechte Seite: Auslassventil zu. Zuerst dachte ich, ich habe den falschen OT erwischt. Zig mal gedreht - aber es blieb dabei: Ventilspiel dicht. Einlass war bei 10mm - also okay. Bestimmt zwei Stunden herumgefummelt und alles verdreht was man verdrehen kann. Keine Bewegung. Feder drückte gegen Hebel. Dann irgendwann macht es "Knock" beim Schrauben. Entweder etwas gebrochen oder etwas richtig "geflutscht" - siehe da: Feder drückte nicht mehr gegen Kipphebel. Ventilspiel eingestellt, fertig. Fünfzig mal kontrolliert: kalt alles gut.

Gestern schon mit Andy konferiert: Kalotte nicht richtig drin gewesen? ....


Bei den „alten“ Paralevermodellen muss man nur den Deckel abnehmen um an die Kette zu kommen. Ein Schraube, kein Streß.

Dass beim Zusammenbau der Kipphebelböcke ein Kugelkopf aus der Kalotte rutscht, kommt vor. Wer dann die Zuganker richtig anzieht, verbiegt schnell das Endstück. Mit verbogenem Endstück geht die Kraft nicht mehr senkrecht gegen den Kipphebel ...

Du kannst die Stößelstange prüfen, ohne den Zylinderkopf abzunehmen. Nur die vier Zuganker rechten Seite lösen und die Kipphebel abnehmen. Die beiden mittleren Schrauben bleiben fest.
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Re: Stand aktuell

Beitragvon MMö » 11.11.2018 16:03

FrankR80GS hat geschrieben:Bei den „alten“ Paralevermodellen muss man nur den Deckel abnehmen um an die Kette zu kommen. Ein Schraube, kein Streß.


:D Nö. Vielleicht bei der GS. Die ist da nämlich etwas anders konstruiert. Wenn du bei den RXXR den Deckel abnimmst, guckst du lediglich Auf die Nocke und das Kettenrad. Kommst aber dann nicht weiter: Bremszylinder ab/Gasgriff rausziehen - einzige Alternativen. :ja:
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Re: Stand aktuell

Beitragvon aldi62 » 11.11.2018 17:14

MMö hat geschrieben: :D Nö. Vielleicht bei der GS. Die ist da nämlich etwas anders konstruiert. Wenn du bei den RXXR den Deckel abnimmst, guckst du lediglich Auf die Nocke und das Kettenrad. Kommst aber dann nicht weiter: Bremszylinder ab/Gasgriff rausziehen - einzige Alternativen. :ja:

Stimmt, total verkorkst, so ein Teil liegt bei mir auch rum und wartet auf den An-/Einbau. Mit 15-er Bremszylinder und der alten Schaltereinheit (hab ich mit einem Adapter drangedengelt :-D ).
Gruß aus Leipzig
Jörg

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Re: Stand aktuell

Beitragvon FrankR80GS » 11.11.2018 18:38

MMö hat geschrieben:
FrankR80GS hat geschrieben:Bei den „alten“ Paralevermodellen muss man nur den Deckel abnehmen um an die Kette zu kommen. Ein Schraube, kein Streß.


:D Nö. Vielleicht bei der GS. Die ist da nämlich etwas anders konstruiert. Wenn du bei den RXXR den Deckel abnimmst, guckst du lediglich Auf die Nocke und das Kettenrad. Kommst aber dann nicht weiter: Bremszylinder ab/Gasgriff rausziehen - einzige Alternativen. :ja:


Die RxxR gibt es gar nicht „alt“. Die hat immer die bekloppten Legoschalter mit drei Knöppen für Blinker.
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